Presse & Medien

OV 24.10.2011 (UWG)

(Quelle: OV vom 24.10.2011)

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OV Biogas 30.09.2011

(Quelle OV vom: 30.09.2011)

Kommentar von der IGUVW

Sicherlich ist es richtig, dass es durch intensive Landwirtschaft zu Nitrateinträgen in das Grundwasser kommen kann.Wichtig ist sicherlich auch, dass sich der Wasserversorger bestmöglich um eine gute Wasserqualität kümmert.

Aber auch der OOWV selbst ist unserer Meinung nach zumindest im Wasserreinzugsbereich des WW Holdorfs mitverantwortlich, bzw. als Verursacher von Nitrateinträgen in das Grundwasser anzusehen.

Begründung:

Auf den vielen Ackerflächen, auf denen durch die Grundwasserentnahme durch den OOWV der Grundwasseranschluss verloren ging, können die angebauten Pflanzen die durch die Düngung aufgebrachten Nährstoffe in Trockenenzeiten (laut Gutachter des OOWV ist dieses jedes fünfte Jahr zu erwarten) nur zu einem Teil umsetzen. Dies ist übrigens nach Auffassung unseres Geologen Herrn Steinmetz nicht nur in Trockenjahren, sondern fast ständig der Fall, da es immer kurze Trockenperioden gibt, in denen die Pflanzen nicht mehr so wachsen können, wie mit ausreichender Grundwasserversorgung.

Folgen:

  • Der aufgebrachte Stickstoff kann nur zu einem Teil von der Pflanze umgesetzt werden. Durch den Grundwasserentzug werden die verbleibenden Nährstoffe mit den Niederschlägen ausgespült und tragen im Grundwasser zur Nitratbildung bei. Durch diesen Vorgang werden dem Boden viele wichtige Nährstoffe entzogen, die vom Landwirt mit hohem Kostenaufwand ersetzt werden müssen.
  • Bedingt durch den Nährstoffentzug degradieren die Böden und verarmen. Die Ertragskraft dieser Böden verringert sich dauerhaft. Es tritt eine dauerhafte Schädigung der Böden ein.
  • Einen weiteren ebenfalls wichtigen Punkt stellen natürlich die Ertragseinbußen dar.

Wir haben diese Problematik bereits mehrmals beim OOWV angesprochen. Bei der SPD Veranstaltung am 07.07.2011 in Lohne haben wir auch den Verbandvorsteher des OOWV Herrn Eger auf diese Problematik angesprochen.

OV Holdorf 06.10.2011

(Quelle OV vom: 06.10.2011)

Wirtschaftsboom lässt Wasser knapp werden

Verband mahnt speziell die Industrie zur Sparsamkeit und prognostiziert steigende Preise

Woher kommt das Wasser? Von Holdorf führen Rohre unter anderem nach Bakum, Damme, Dinklage, Holdorf, Lohne, Neuenkirchen und Steinfeld. Wildeshausen ist zuständig für die Trinkwasser-versorgung in Goldenstedt, Visbek und einem kleinem Teil Vechtas.

Woher kommt das Wasser

(OV-Grafik: Jäger)

 

Mit einem Lebensmittel von hoher Qualität das Klo spülen? Nicht im Hause Eger. Dort gibt es seit Jahren zwei Leitungen. Eine für das Trinkwasser, die andere für das Nass aus der Oberflächenentwässerung. Mit dem kocht sich der Verbandsvorsteher des Oldenburgisch- Ostfriesischen Wasserverbands (OOWV), Oldenburgs Landrat Frank Eger, zwar keinen Kaffee. Umgekehrt aber sei das Qualitätsprodukt Trinkwasser zu wertvoll, um es zur Pflege der Sanitär- und anderer Lebensbereiche im Haushalt zu verwenden, findet er.

Tatsächlich ist das Trinkwasser ein knappes Gut. Zwar sinke der persönliche Verbrauch, weiß Eger. Aber: Die Region Weser- Ems boome. Die Arbeitslosenquote sei gering. Die Städte wachsen. Die Industrie produziere fleißig – speziell die Ernährungswirtschaft. Die wiederum brauche für ihre Prozesse überdurchschnittlich vielWasser. Der Bedarf steige also. Ihn zu befriedigen heiße für den OOWV, mehr fördern zu müssen. So wie in Holdorf, wo der OOWV sich eine Erhöhung der Fördermenge wünscht.

Während der Wasserverband das innerhalb der gewählten Grenzen für möglich hält, sind die Holdorfer skeptisch. Sie fühlen sich bereits durch die Förderpraxis der vergangenen Jahrzehnte auf dem Trockenen. Wälder verdorren, der Wasserspiegel auch des Heidesees sinke. Kurz: Die Natur leide unter dem großen Durst von Mensch und Industrie, klagt die Interessengemeinschaft für eine umweltverträgliche Wasserförderung. Zumal der OOWV, der ein großer Grundstückseigentümer im Gemeindegebiet Holdorf sei, sich selbst das Wasser abgrabe. Die Lösung: Der Verband solle seinen Suchradius auf den kompletten Kreis Vechta ausdehnen. Leichter gesagt als getan, versichert Landrat Eger. Er gehe nicht davon aus, dass diese Suche den großen Erfolg beschere. Es sei nicht wahrscheinlich, zusätzliche Reservoire aufzutun, die noch niemand kenne.

Umso wichtiger sei eine verträgliche Entwicklung. Zudem arbeite der OOWV an einer Stärkung seines Verbundsystems. Sprich: Es sollen mehr Querverbindungen zwischen den Wasserwerken gelegt werden. Spitzenwerte könnten so besser kompensiert werden. Der Rest regle sich über den Preis. Wasser werde teurer, prophezeit der Verbandsvorsteher. Das werde die Industrie reizen, mehr über die Wiederaufbereitung nachzudenken. Unternehmen aus der Fleischverarbeitung seien in anderen Ländern längst technisch weiter. Und:Weil auch in der Region Weser-Ems jeder Boom irgendwann ende, werde sich der Verbrauch schließlich einpendeln.

Also alles gut an den Wasserhähnen? „Nein“, sagt Eger. Zu früh gefreut. Die Natur habe ihre eigenen Gesetze. Die alten Zyklen mit den so wichtigen feuchten Monaten im Frühjahr und Herbst scheinen durchbrochen. Selbst in einem verregneten Sommer füllen sich die unterirdischen Vorräte nicht automatisch auf. Darauf müsse der Mensch Rücksicht nehmen. Besonders in einer Boom-Region wie im Kreis Vechta.

 

Zum Thema: Wer versorgt wen im Kreis?

Der größte Trinkwasserversorger vor Ort ist der Oldenburgisch- Ostfriesische Wasserverband OOWV. Nach eigenen Angaben betreibt er insgesamt 15 Wasserwerke und bedient sich dabei etwa 240 Brunnen.

Für den Kreis Vechta relevant sind zweiWasserwerke. Den Großteil liefert Holdorf. Aus 14 Brunnen werde gefördert, so der Wasserverband. Die Leistung je Brunnen: 60 Kubikmeter je Stunde. Im Nordkreis kommt das wertvolle Nass aus Wildeshausen. 22 Brunnen gibt es dort. Die Förderleistung differiert zwischen 60 und 220 Kubikmeter je Stunde.

Das Wasserwerk Vörden versorgt den Ortsteil Vörden, die Bauernschaft Campemoor sowei Teile der Bauernschaft Astrup, Kalkriese und Vennermoor. Zwei Förderbrunnen sind vorhanden. Der jährliche Verbrauch der privaten Haushalte liegt bei 210 000 Kubikmeter; das Gewerbe bezieht nach Angaben des Wasserwerks 242 000 Kubikmeter. Decken kann Vörden diesen Bedarf, weil es zusätzlich Wasser vom Wasserverband Bersenbrück bezieht.

Das Wasserwerk Vechta hat dagegen noch Spielraum. Zwei Millionen Kubikmeter pro Jahr dürfen gefördert werden. 1,68 Millionen Kubikmeter werden laut Wasserwerk gebraucht, um die Vechtaer zu versorgen.

(Quelle OV vom 08.09.2011)

Kommentar IGUVW:

Wir haben nicht davon gesprochen, dass die Suche auf den Landkreis ausgeweitet werden sollte, sondern der OOWV hat bei einer Veranstaltung mit Landwirten selbst verlautbart, dass es in einem Nachbarkreis noch ein Wasservorkommen gibt, das sich zu fördern lohnt.

Wie aus dem Wasserrechtsantrag ersichtlich wird, wird auch der Landkreis Cloppenburg zumindest teilweise vom Wasserwerk Holdorf versorgt. Dies wird durch die Graphik des Artikels leider  nicht ersichtlich.

Eger bietet im Streit ums Wasser Kompromiss an

Lohne   (hib) ­Frank Eger, Vorsitzender des Oldenburgisch Ostfriesischen Wasserverbandes OOWV, will das umstrittene Wassergutachten für Holdorf neu prüfen lassen. Das sagte er Donnerstagabend auf einer Veranstaltung der SPD in Lohne.

Auf Basis des Expertenpapiers beantragt der OOWV beim Landkreis eine Erhöhung der Trinkwasserfördermenge in Holdorf. Viele Bürger, allen voran eine Interessengemeinschaft, halten das Zahlenwerk jedoch für mangelhaft. Um das klären zu lassen, sei er bereit, einen weiteren Experten zu befragen, so Eger jetzt. Die Wahl überlasse er den Holdorfern.

Streit ums Wasser gibt es nicht nur in der Wüste

Verbands-Chef Frank Eger wirbt für höhere Fördermenge in Holdorf / Strittiges Gutachten wird überprüft

Sorgen ums Wasser machen sich nicht nur die Menschen in der Dritten Welt. Auch im Kreis ist das Nass ein gefährdetes Gut.

Von Anke Hibbeler

Lohne ­ ,,Anliegerversammlun- gen sind anstrengender", sagt Frank Eger, winkt zum Abschied und entschwindet aus dem Lohner Saal Römann in den Sommerurlaub. Immerhin: Dreieinhalb Stunden hatte der Vorsitzende des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbandes OOWV und Landrat des Kreises Oldenburg

Frank Eger

Frank Eger

zuvor zugehört, erklärt und diskutiert. Eingeladen hatte ihn die SPD, Unterbezirk Vechta, als Fachmann zum Themenkomplex ,,Unser Wasser". Mit auf dem Podium saßen die SPD-Landtagsabgeordnete Renate Geuter, Dr. Hartmut Koch aus Vechta sowie Werner Steinke und Kurt Ernst aus Lohne. Der Kreis Vechta sei ebenfalls angefragt worden, erklärte die SPD-Unterbezirksvorsitzende Kristina Stuntebeck. Ohne Erfolg. Dabei sei nicht nur die Qualität des Wassers in Gefahr durch die indirekten Folgen des Biogasanlagen-Booms oder die mit viel Chemie unterstützten Bohrungen nach Gasreserven. Auch den Wasserbedarf speziell der Unternehmen zu befriedigen sei ein Problem. Ein Riesen Problem, finden die Holdorfer, die mit einer großer Gruppen nach Lohne gereist waren, um mit Frank Eger über die OOWV-Pläne für ihre Heimatgemeinde zu reden. Eine Fördergenehmigung über 5,5 Millionen Kubikmeter Trinkwasser pro Jahr ist beim Kreis für die Brunnen des Wasserwerks beantragt worden. 1500 Menschen hatten daraufhin ihren Protest über eine Unterschriftenaktion formuliert. Denn die Natur in der Gemeinde leide bereits heute sehr, obwohl deutlich weniger aus dem Erdreich gepumpt werde, weiß Bernard Echtermann. Sollte der OOWV höher gehen, schade er den Holdorfern und sich selbst als Grundstückseigentümer. ,,Auch Ihr Wald wird eine Steppe werden", prophezeit Echtermann dem OOWV- Chef Eger. Der verteidigte die Pläne

Ohne Wasser kein Wirtschaftswachstum im Landkreis

­freundlich, sachlich und bestimmt. Der Verband müsse erhöhen. Denn die Wirtschaft boome. Der OOWV wiederum sei ei- ne Solidargemeinschaft, gegründet um auch die Städte und Gemeinden nicht verdursten zu lassen, die keine eigenen Vorkommen hätten. Dabei gebe es natürlich Grenzen. In Holdorf liege diese bei 5,5 Millionen Kubikmeter pro Jahr. Das sei verträglich. Der Nachweis werde über ein Gutachten erbracht. Wenn das fehlerhaft sei, wie unter anderem von der Holdorfer Interessengemeinschaft für eine umweltverträgliche Wasserförderung vermutet, biete er den Gang zu einen weiteren Gutachter an. Gern dürften den die Holdorfer aussuchen. Auch die Detailfragen, um deren Beantwortung die Gruppe um Holdorfs Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug den OOWV Chef am Donnerstagabend bat, lasse er klären. ,,Ich fahre mit dem Auto in Urlaub. Ich habe viel Zeit zu telefonieren."

(Quelle Oldenburgische Volkszeitung 09.07.2011)

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